1. Was ist ein Übersetzungsverhältnis bei Rennrädern?
Übersetzungsverhältnis = Anzahl der Zähne des Kettenblatts ÷ Anzahl der Zähne des Ritzels
Dieses Verhältnis gibt an, wie oft sich die Kassette (und damit das Hinterrad bzw. der Reifen) bei jeder vollständigen Umdrehung des Kettenblatts (Pedalumdrehung) dreht.
- Kassette (hinten): Besteht aus mehreren gestapelten Ritzeln, deren Größe durch die Anzahl der Zähne bestimmt wird.
- Kettenblatt (vorne): Die Größe wird durch die Anzahl der Zähne bestimmt; Rennräder verfügen in der Regel über ein, zwei oder drei Kettenblätter.
Gänge beim Rennrad = Anzahl der Ritzel × Anzahl der Kettenblätter
Während der Fahrt passen Radfahrer ihr Übersetzungsverhältnis dem Gelände an, um eine gleichmäßige Trittfrequenz beizubehalten:
- Auf flachen Straßen: Es wird im Allgemeinen ein höheres Übersetzungsverhältnis verwendet. Das Treten erfordert mehr Kraft, aber das Fahrrad fährt schneller.
- Beim Anstieg: Ein niedrigeres Übersetzungsverhältnis wird bevorzugt. Das Treten ist einfacher, aber das Fahrrad fährt langsamer.
2. Die Kraftübertragung des Rennrad-Antriebs verstehen
Das Getriebesystem ist für die Übertragung der Rotationskraft verantwortlich. Ohne die Gesamtenergie zu erhöhen, ermöglicht es den Austausch zwischen Drehzahl und Drehmoment. Das Kettenblatt (antreibendes Rad), die Kassette (angetriebenes Rad) und die Kette (Verbindungselement) bilden den Antrieb des Rennrads und übertragen das durch das Treten erzeugte Drehmoment auf das Hinterrad, um das Fahrrad vorwärts zu bewegen.
Während der Fahrt (Reibung vernachlässigt) kann die Ausgangsleistung mit der folgenden Formel berechnet werden:
Leistung = Drehmoment × Drehzahl
- Leistung: Pro Zeiteinheit übertragene Energie.
- Drehmoment: Die Rotationskraft, die ein Objekt in Drehung versetzt.
- Drehzahl: Wie schnell sich das Objekt dreht.

Wenn die Leistung konstant bleibt:
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Wahl eines niedrigen Übersetzungsverhältnisses (z. B. kleines Kettenblatt, großes Ritzel): Das kleine Kettenblatt treibt das große Ritzel an. Das große Ritzel dreht sich langsamer, was bedeutet, dass das Drehmoment, dem es ausgesetzt ist, zunimmt.
Beispiel: Auf einem Rennrad mit 50/34T-Kettenblatt und einer 11-34T-Kassette ergibt die Verwendung des kleinen Kettenblatts und des großen Ritzels ein Übersetzungsverhältnis von 34/34 = 1. Eine Umdrehung des Kettenblatts entspricht einer Umdrehung der Kassette. Die Drehzahl ist niedrig. -
Wahl eines hohen Übersetzungsverhältnisses (z. B. großes Kettenblatt, kleines Ritzel): Das große Kettenblatt treibt das kleine Ritzel an. Das kleine Ritzel dreht sich schneller, was bedeutet, dass das Drehmoment, dem es ausgesetzt ist, abnimmt.
Beispiel: Die Verwendung des großen Kettenblatts und des kleinen Ritzels ergibt ein Übersetzungsverhältnis von 50/11 ≈ 4,545. Eine Kettenblattumdrehung entspricht 4,545 Kassettenumdrehungen. Die Drehzahl ist hoch.
3. Wie man Übersetzungsverhältnisse auf einem Direct-Drive-Smart-Trainer wählt
Bei der Verwendung eines Direct-Drive-Smart-Trainers ersetzt der Trainer das Hinterrad des Rennrads, und das Drehmoment des Antriebsstrangs wird direkt auf den Motor des Trainers übertragen.
Obwohl es beim Training auf einem Direct-Drive-Trainer keine strikten Begrenzungen für das Übersetzungsverhältnis gibt, hat der Motor einen optimalen Drehzahlbereich. Abhängig von Ihrem Trainingsszenario wird dringend empfohlen, mit einem großen Kettenblatt und einem mittleren Ritzel zu fahren. Dies erleichtert es dem Motor, innerhalb seines optimalen Betriebsbereichs zu bleiben, was die Motorleistung maximiert und den Komponentenverschleiß reduziert.

4. Vermeidung niedriger Übersetzungsverhältnisse im ERG-Modus
Bei der Verwendung des ERG-Modus passt der Smart-Trainer den Widerstand automatisch an Ihre Trittfrequenz an, um eine konstante Ziel-Leistung aufrechtzuerhalten.
Wenn Sie im ERG-Modus in einem niedrigen Übersetzungsverhältnis (kleines Kettenblatt und großes Ritzel) fahren, bleibt Ihre Ziel-Leistung konstant, aber die Drehzahl der Kassette verlangsamt sich. Infolgedessen wird das vom Antriebssystem ausgehaltene Drehmoment verstärkt und auch die Motordrehzahl des Trainers sinkt.
Wenn Ihre Trittfrequenz sinkt, erhöht der Trainer automatisch den Widerstand, um diese konstante Leistung aufrechtzuerhalten. Dieser Widerstand wird durch das Setup aus kleinem Kettenblatt und großem Ritzel zu einem massiven Drehmoment verstärkt, wodurch das maximale Drehmomentlimit der Komponenten sehr leicht überschritten werden kann.
An diesem Punkt kann es, da das Drehmoment exponentiell über das von den Komponenten Bewältigbare hinaus verstärkt wird, zu einem „Durchrutschen“ oder einem plötzlichen Verlust des Widerstandsgefühls kommen.
* Empfehlung: Verwenden Sie während des Trainings im ERG-Modus immer ein großes Kettenblatt und ein mittleres Ritzel.
5. Gangwahl für virtuelles Schalten
Virtuelles Schalten ermöglicht es dem Smart-Trainer, den Motorwiderstand durch den Empfang von Signalen eines virtuellen Schaltcontrollers anzupassen, wodurch ein physisches Schalten der Gänge entfällt.
Wenn Sie virtuelles Schalten verwenden, sollten Sie Ihr Fahrrad aus den folgenden Gründen im großen Kettenblatt und mittleren Ritzel belassen:
- Reduzierte Drehmomentbelastung: Die ständige Verwendung des großen Kettenblatts und des mittleren Ritzels reduziert das physische Drehmoment, dem der Antrieb des Rennrads ausgesetzt ist, und minimiert die Gefahr des Durchrutschens oder Springens der Kette.
- Optimale Motorleistung: Die Verwendung dieser Gangkombination bei einer Standard-Trittfrequenz von 80–90 U/min bringt den Motor des Trainers problemlos in seinen optimalen Drehzahlbereich, wodurch er seine beste Leistung erbringen kann.
- Weniger Verschleiß: Die Kombination aus großem Kettenblatt und mittlerem Ritzel sorgt für eine geradere Kettenlinie mit einem geringeren Ablenkwinkel, was den Kettenverschleiß erheblich reduziert.



































